Unser Konzept

Unser Konzept sieht folgende Schwerpunkte im Alltag des Kindergartens:

  • gesunde und sinnvolle Bewegung
  • freies Spiel drinnen und draussen
  • gemeinsames Spazieren in der Natur
  • Singen, Reigen und Fingerspiel
  • Ruhemomente beim Erzählen von Geschichten
  • Momente der Bewegung mit Tanz und Musik
  • Zweisprachigkeit
  • Kochen, Backen, Kneten und Gärtnern

Im Sinne des Vorhergehenden sehen wir eine hohe Bedeutung im Schaffen einer Umgebung, die durch sinnvolles Tun und die sinnerfüllte Gebärde geprägt sind. Und das eigene Tun der Kinder hat höchste Priorität.

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“Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.“
– Konfuzius

An der Bildung eines gemeinsamen Sozial- und Lebensraumes wollen wir arbeiten, in dem sich Authentizität und Kreativität durch Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit ergänzen. In harmonisch gestalteten Räumen, mit bewusst ausgewählten, natürlichen Spielsachen, geben wir den Kindern die Möglichkeit zum Eintauchen und ihre Begabungen, Interessen und Bedürfnisse zu entfalten. Bei der Gestaltung der Räume achten wir auf Geborgenheit, zum Greifen einladende Formen und eine harmonische Wirkung der Farben.

Im Folgenden werden die Kernelemente des Konzepts noch detaillierter vorgestellt.

Freies Spiel

Im Spiel wird die Welt entdeckt, kennengelernt und spielerisch verändert. Das Spiel soll dem Kind ermöglichen, sich kreativ mit seiner Umgebung auseinanderzusetzen. Daher sind alle unsere Spielmaterialen so einfach und natürlich wie möglich. Die Phantasie des Kindes kann sich derart entwickeln und der Welt anverwandeln.

Der Kindergarten soll den Kindern Vertrauen in ihre Umgebung vermitteln und sie in der Ausbildung ihres Innenlebens bestärken.

Das freie Spiel als fundamentale kreative und soziale Lernerfahrung und Sinneswahrnehmung wird hoch gewichtet und intensiv erforscht. Das Spiel liegt in der Regie der Kinder, die so eigenständig ihren Lern- und Entwicklungsweg bestimmen. Von Anfang an gehören jedoch auch geführte Spiele, Reigen und Eurhythmie als soziale Körper- und Raumerfahrung zum Unterrichtsangebot.

“Wenn man genügend spielt, solange man klein ist- dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.” – Astrid Lindgren

Bewegung, Tätigkeiten

Durch seinen Drang zur Bewegung lernt das Kind seinen Körper kennen, ihn stärken und beherrschen. Um diesem Impuls zu entsprechen, gehen wir täglich hinaus und unternehmen Ausflüge. Es geht dabei um die Freude an der Bewegung und die spielerische Förderung körperlicher Fähigkeiten wie Kraft, Gleichgewicht und Geschicklichkeit.

Körperwahrnehmung, Körpergefühl und Grob- und Feinmotorik entwickeln sich unter anderem beim Laufen, Springen, Klettern, Balancieren, Seilhüpfen, Graben und Sandburgen bauen.

Sinnvolle Tätigkeiten wie Kneten, Backen, Kochen, Gärtnern, Hammern, Sägen usw. ergänzen das reiche Angebot.

Beziehung zur Natur

Allem Lebendigen, den Pflanzen und Tieren, begegnen wir mit Interesse und staunender Achtung. Wir pflegen die Verbindung zur Natur durchSpaziergänge, Ausflüge, kleine Arbeiten im Garten und Basteln mit Früchten und Samen, die von den Spaziergängen mitgebracht werden.

Rhythmus und Wiederholung

Regelmässige Wiederholungen und rhythmisierende Gestaltungselemente vermitteln dem Kind ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Ein grundlegendes Vertrauen in die Welt und ein positives Lebensgefühl können sich dadurch „wie von selbst“ entwickeln.

Im “Amaranta” Kindergarten pflegen wir einen Tagesrhythmus mit aktiven und passiven Phasen. Die Tage sind geprägt von Liedern, Geschichten und Märchen, Rhythmen, Reigen und Reimen. Durch das Miterleben der Jahreszeiten, durch den Jahreszeitentisch, durch verschiedene Jahresfeste und durch jahreszeitlich betonte Reigen lernt das Kind, sich in Zeit und Raum zu orientieren.

Zu jedem Wochentag gibt es ein bestimmtes Essen, das mit Hilfe der Kinder frisch zubereitet wird.

Lebens- und Arbeitszusammenhänge sind für die Kinder durchschaubar und sollen zum Mittun und Nachahmen anregen.

Soziales Lernen

Das Kind lernt im Kindergarten Lebensregeln in Vertrauen und Verlässlichkeit kennen; so lernt es, die eigenen Bedürfnisse mit denen der Umwelt abzugleichen und eine soziale Gemeinschaft zu entwickeln.

Treten Konflikte auf, ist es wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, diese selbst untereinander zu klären. Ist dies nicht möglich, tritt die Erzieherin als Vermittlerin auf. Konstruktive Konfliktbewältigung ist eine wesentliche Kraft und ein wichtiges Lernfeld für das Leben in der Gemeinschaft.

Wir üben Sozialverhalten ein durch Gruppenregeln, eine klare Tagesstruktur, Pflege der Werte, Achtung und Respekt vor den Menschen, der Natur und den Dingen, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und das Erleben persönlichen Einsatzes der Eltern für den Kindergarten.

Zweisprachigkeit

Unser Ziel ist es, Kinder beiden Sprachen, Schweizerdeutsch / Deutsch und Englisch, auszusetzen: Kindern zu helfen, die mit Englisch oder einer anderen Landessprache einsteigen, um in einer komfortablen Umgebung Deutsch zu lernen; für Kinder mit Schweizerdeutsch / Deutsch Muttersprache, um von der englischen Sprache zu profitieren, da Englisch auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Jedes Teammitglied im Amaranta spricht in seiner Muttersprache / Hauptsprache (eine Person, eine Sprache).
Es gibt eine Trennung der Sprachen zwischen Lehrern – eine Person, eine Sprache, da die Lehrkräfte zwar in ihrer jeweiligen Sprache sprechen, aber den Kindern die Wahl der Sprache ermöglichen, in der sie sich befinden. Da die tägliche Routine eingehalten wird, verstehen die Kinder schnell, mit welcher Person sie Englisch sprechen und mit welcher deutsch. Kinder dieses Alters fragen natürlich nach neuen Wörtern oder Gesprächen und knüpfen Verbindungen zu ihrer eigenen Sprache. Die Kinder lernen eine Sprache durch Verbindung, wobei jeder Erwachsene nur in einer Sprache spricht.

Diese Methode ist als ” immersion ” bekannt (im Gegensatz zu “submersing”). Die Lehrer verwenden viele kontextuelle Hinweise durch; Körpersprache, Singen, Spielen und einfache Nachahmung. Diese Methode beinhaltet eine sorgfältige Wiederholung des Schlüsselvokabulars in beiden Sprachen, damit alle Kinder die Sprache durch Hören und Handeln lernen können. Diese Arbeitsmethode ermöglicht es den Kindern, von den anderen zu lernen und nicht gestresst zu werden, wenn zunächst etwas nicht verstanden wird.

Forschungen zeigen, dass der Unterricht in beiden Sprachen auf dem bestehenden Verständnis von Kindern im täglichen Leben aufbaut und dazu dient, das Verständnis für die Welt zu stärken. Zweisprachige Kinder können die Komplexität der Sprache besser verstehen und Fehler in der Sprachbedeutung und Grammatik besser korrigieren. Sie entwickeln Kreativität und erhalten ein besseres Verständnis für die subtilen Bedeutungen von Wörtern. Langfristig betrachtet, wird dies auch dazu beitragen, dass der Verstand bis ins hohe Alter scharf bleibt. Aus sozialer Sicht wird sich das Kind in einem multikulturellen Umfeld wohler fühlen und toleranter und aufgeschlossener gegenüber Menschen, Kulturen und Sprachen sein. Die Kinder können dann zu einem Erwachsenen heranwachsen, der Veränderungen leichter tolerieren kann und das Sprechen instinktiv an die Bedürfnisse des Zuhörers (Sprache und Vokabular) anpasst.

In einem zweisprachigen Programm wird Sprache nicht als akademisches Fach betrachtet, sondern in das Curriculum integriert. Die Sprache ist nicht das unterrichtete Objekt, es ist das Instrument, das zum Unterrichten des Lehrplans verwendet wird. Wir unterrichten keine Sprache, da wir sonst durch die Sprache unterrichten. Wie der Linguist sagt: „Zweisprachig sein heißt, zwei Sprachen sprechen, ohne sie gelernt zu haben“. In einem zweisprachigen Unterricht lernen Kinder die Sprache, ohne es zu merken.

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